Gesetzliche Grundlagen: BetrSichV und TRBS 3121
Die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) regelt in Paragraph 14, dass überwachungsbedürfte Anlagen – zu denen Aufzugsanlagen gehören – regelmäßig geprüft werden müssen. Die Prüfung durch eine zugelassene Überwachungsstelle (ZUS) ist vorgeschrieben und kann nicht durch interne Dokumentation ersetzt werden.
Die Technische Regel zur Betriebssicherheit TRBS 3121 konkretisiert die Anforderungen für Aufzugsanlagen. Sie legt fest, in welchen Abständen Prüfungen stattfinden müssen und welche Anforderungen an die prüfenden Personen gestellt werden. Befähigte Personen können zwischen den ZUS-Prüfungen bestimmte Prüftätigkeiten durchführen – auch das ist dokumentationspflichtig.
Wichtig: Die normierten Prüfprotokolle, die eine ZUS nach einer Wiederholungsprüfung ausstellt, sind amtliche Dokumente. Sie entstehen nicht in Fieldo und können dort nicht erzeugt werden. Was Fieldo unterstützt, ist die laufende Wartungsdokumentation zwischen den Pflichtprüfungen – das Protokoll der regulären Wartungsarbeiten, das der Betreiber und der Auftraggeber einsehen können.
Für Aufzugswartungsfirmen bedeutet das: zwei Dokumentationsströme. Erstens die ZUS-Prüfprotokolle – gesetzlich vorgeschrieben, durch die ZUS ausgestellt. Zweitens die laufende Wartungsdokumentation – im Verantwortungsbereich des Wartungsunternehmens, und genau hier hilft Fieldo.
Wartungsprotokoll Vorlage
Was in ein Wartungsprotokoll gehört – Mindestfelder, Struktur und digitale Umsetzung.
Was in den Wartungsbericht Aufzug gehört
Ein vollständiger Wartungsbericht für eine Aufzugsanlage beginnt mit den Anlagendaten: Typ, Hersteller, Seriennummer, Standort und Baujahr. Ohne diese Angaben ist der Bericht keiner – er dokumentiert eine Leistung ohne Bezug zur konkreten Anlage.
Der Kern des Berichts sind die Prüfpunkte. Was wurde kontrolliert, was wurde gemessen, was wurde getauscht? Typische Punkte: Zustand der Türdichtungen und Sicherheitskontakte, Zustand von Tragmitteln und Aufhängung, Schmierung beweglicher Teile, Prüfung der Notrufanlage, Kontrolle der Schutzeinrichtungen, Sichtprüfung des Maschinenraums. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, gehört der Befund mit genauer Beschreibung in den Bericht.
Fotos sind bei Befunden keine Option, sondern Pflicht. Wer einen verschlissenen Tragriemen oder eine defekte Sicherheitseinrichtung dokumentiert, braucht das Foto – es ist der Beweis, dass der Befund zum Zeitpunkt der Wartung tatsächlich vorhanden war. Ohne Foto ist der Befund eine Behauptung. Mit Foto ist er ein Nachweis.
Den Abschluss bilden Unterschrift und Terminangabe. Der Ansprechpartner – Betreiber oder Hausverwalter – bestätigt mit der Unterschrift, dass die Wartung stattgefunden hat. Der nächste Wartungstermin wird vermerkt. Damit ist der Bericht vollständig und der Auftrag lückenlos dokumentiert.
Fotos bei Befunden: warum sie entscheidend sind
Ein Aufzug wird nicht demontiert, um Schäden zu zeigen. Alles, was der Techniker sieht, muss er vor Ort festhalten – und das einzige Mittel ist das Foto. Wer ohne Foto dokumentiert, setzt sich dem Risiko aus, dass ein Befund später bestritten wird.
Besonders kritisch: Wenn ein Aufzug nach der Wartung einen Ausfall hat und der Betreiber Ansprüche geltend macht, ist die Frage entscheidend, ob der Schaden bei der Wartung bereits bekannt war. Wer einen Befund schriftlich dokumentiert hat und dazu ein Foto mit Zeitstempel vorlegen kann, steht klar besser da.
Fotos helfen auch bei der Kommunikation mit dem Betreiber. Statt zu erklären, was an der Aufhängung nicht stimmt, zeigt man das Foto. Das verkürzt Diskussionen und führt schneller zur Entscheidung: Reparatur ja oder nein, jetzt oder später.
In Fieldo entstehen Fotos direkt im Bericht. Sie sind dem Einsatz zugeordnet, mit Datum und Uhrzeit versehen und werden im PDF mit ausgegeben. Der Techniker schiesst das Foto, es landet automatisch an der richtigen Stelle – kein Sortieren, kein Zuordnen danach.
Fieldo als Ergänzung zur Pflichtdokumentation
Klar vorab: Fieldo ersetzt keine ZUS-Prüfprotokolle. Diese Dokumente entstehen bei der zugelassenen Überwachungsstelle und sind amtliche Nachweise der gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen. Wer seinen Auftraggeber mit Fieldo-Berichten über eine Wiederholungsprüfung informieren möchte, muss zusätzlich das ZUS-Protokoll vorlegen.
Was Fieldo abdeckt: die laufende Wartungsdokumentation zwischen den Pflichtprüfungen. Wartungsbesuch, geprüfe Punkte, Befunde, Fotos, Unterschrift des Betreibers, nächster Termin – all das entsteht direkt am Aufzug, bevor der Techniker das Gebäude verlässt.
Für Aufzugswartungsfirmen mit mehreren Technikern bedeutet das: einheitliche Berichte unabhängig davon, wer den Einsatz gemacht hat. Der Betreiber erhält nach jedem Wartungsbesuch ein PDF mit denselben Feldern, denselben Fotos, derselben Struktur. Das schafft Vertrauen und vereinfacht die Kommunikation.
Wer heute noch nach jeder Aufzugswartung handschriftliche Berichte ins Büro bringt oder Excel-Tabellen aktualisiert, kann mit Fieldo den Prozess direkt am Aufzug abschliessen. Das spart Zeit – und sorgt dafür, dass kein Befund auf dem Weg zwischen Maschinenraum und Büro verloren geht.
Field Service Management Software
Was FSM-Software leisten muss und wann eine einfache Bericht-App die bessere Wahl ist.
Typische Fehler bei der Aufzugswartungs-Dokumentation
Der häufigste Fehler: Befunde werden notiert, aber nicht fotografiert. Techniker haben oft wenig Zeit und fotografieren nur, wenn etwas offensichtlich kaputt ist. Das reicht nicht. Auch ein Verschleisszustand, der heute noch akzeptabel ist, gehört ins Bild – als Vergleichswert für die nächste Wartung.
Zweithäufigster Fehler: fehlende oder unlesbare Anlagenkennung. Wenn nicht klar ist, über welchen Aufzug der Bericht spricht, ist er für die Objektakte wertlos. Seriennummer und Standort müssen im Bericht stehen – nicht in der Notiz des Technikers.
Dritter Fehler: keine Unterschrift. Wer die Wartung erbringt, aber keine Bestätigung des Betreibers einholt, hat keinen Nachweis, dass die Leistung abgenommen wurde. Bei Streitigkeiten ist die Unterschrift der entscheidende Beleg.
Mit einer digitalen Vorlage in Fieldo lassen sich all diese Fehler strukturell vermeiden: Pflichtfelder erzwingen die Anlagendaten, Foto-Felder erinnern den Techniker an die Fotodokumentation, und der Abschluss des Berichts ist erst möglich, wenn alle Pflichtfelder ausgefüllt sind.
Wartungsbericht Aufzug: Mindestfelder
- Anlagenbezeichnung: Typ, Hersteller, Seriennummer
- Standort des Aufzugs (Gebaude, Etage, Anlage-ID)
- Datum und Uhrzeit der Wartung
- Name des Technikers und des Wartungsunternehmens
- Geprüfe Punkte mit Ergebnis (in Ordnung / Befund)
- Beschreibung von Befunden mit genauer Lokalisierung
- Fotos aller festgestellten Befunde
- Durchgeführte Massnahmen (Schmierung, Tausch, Justage)
- Nächster Wartungstermin
- Unterschrift des Betreibers oder Ansprechpartners vor Ort

Für wen Fieldo bei der Aufzugswartung passt
Fieldo unterstützt die laufende Wartungsdokumentation – nicht die gesetzlich vorgeschriebenen ZUS-Prüfprotokolle. Wer nach jedem Wartungsbesuch einen vollständigen Bericht mit Fotos und Unterschrift benötigt, findet hier einen direkten Workflow.
Aufzugswartungsunternehmen, die heute noch handschriftlich oder per Excel dokumentieren, können mit Fieldo den Bericht direkt am Aufzug abschliessen.
Fieldo passt, wenn …
- Aufzugswartungsunternehmen mit 1–20 Technikern
- Betriebe, die nach jedem Wartungsbesuch einen strukturierten Bericht mit Foto und Unterschrift benötigen
- Teams, die heute noch papierbasiert dokumentieren und den Bericht später ins Büro bringen
- Wartungsunternehmen, die eine durchsuchbare Einsatzhistorie pro Anlage aufbauen möchten
- Techniker, die Befunde mit Fotos und Zeitstempel belegen müssen
Ein anderes Tool passt besser, wenn …
- Zugelassene Überwachungsstellen (ZUS), die normierte Prüfprotokolle nach BetrSichV ausstellen – das leistet Fieldo nicht
- Betriebe, die eine vollständige FSM-Lösung mit Einsatzplanung und Abrechnung benötigen
- Einsätze mit behördlich vorgeschriebenen Formularen, die exakt eingehalten werden müssen

Häufige Fragen
Kann Fieldo ZUS-Prüfprotokolle ersetzen?+
Nein. Die normierten Prüfprotokolle einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZUS) nach BetrSichV sind amtliche Dokumente, die durch keine App ersetzt werden können. Fieldo unterstützt die laufende Wartungsdokumentation – also den Bericht, den du nach jedem Wartungsbesuch erstellst.
Welche Felder muss ein Wartungsbericht für einen Aufzug mindestens enthalten?+
Anlage (Typ, Seriennummer, Standort), Datum, Techniker, geprüfe Punkte mit Ergebnis, Befunde mit Foto, durchgeführte Massnahmen, nächster Wartungstermin und Unterschrift des Betreibers.
Warum sind Fotos bei Aufzugsberichten so wichtig?+
Befunde, die nicht fotografiert sind, können bestritten werden. Ein Foto mit Zeitstempel ist der einzige Beweis, dass ein Schaden oder Verschleiss zum Zeitpunkt der Wartung tatsächlich vorhanden war. In Fieldo sind Fotos direkt dem Bericht zugeordnet und werden im PDF ausgegeben.
Können mehrere Techniker einer Aufzugswartungsfirma Fieldo nutzen?+
Ja. Jeder Techniker hat einen eigenen Zugang. Alle Berichte landen zentral und sind nach Anlage, Techniker und Datum durchsuchbar.
Kann ich pro Aufzugsanlage eine eigene Historie aufbauen?+
Ja. Jeder Bericht ist dem jeweiligen Kunden bzw. Objekt zugeordnet. Du siehst alle Wartungsberichte einer Anlage chronologisch – mit Datum, Techniker und Ergebnis.
Was passiert, wenn der Aufzug keinen Empfang hat?+
Fieldo funktioniert offline. Der Bericht wird lokal gespeichert und synchronisiert sich, sobald wieder eine Verbindung besteht. Das PDF wird dann erzeugt und versendet.
Kann der Betreiber den Wartungsbericht direkt erhalten?+
Ja. Das PDF wird nach Abschluss des Berichts automatisch per E-Mail versendet. Du kannst den Betreiber direkt als Empfänger hinterlegen.
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