Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 10. Juni 2026
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB”) gelten für alle Verträge zwischen Tom Trögler, Schutterstr. 36/5, 77743 Neuried, Deutschland (nachfolgend „Anbieter”) und Unternehmern im Sinne des § 14 BGB (nachfolgend „Kunde”) über die Nutzung der webbasierten SaaS-Plattform Fieldo unter fieldo.de.
Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden finden keine Anwendung, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zu. Diese AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern; eine Nutzung durch Verbraucher im Sinne des § 13 BGB ist nicht vorgesehen.
§ 2 Vertragsschluss
2.1 Ein Vertragsverhältnis kommt durch die Registrierung auf fieldo.de zustande. Mit Abschluss der Registrierung bestätigt der Kunde, diese AGB gelesen und akzeptiert zu haben.
2.2 Bei Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements kommt der kostenpflichtige Vertrag durch Abschluss des Bestellvorgangs im integrierten Zahlungssystem zustande.
2.3 Der Anbieter ist berechtigt, Registrierungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
§ 3 Leistungsbeschreibung
3.1 Fieldo ist eine Software-as-a-Service-Plattform (SaaS) für Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Sie ermöglicht die digitale Erfassung, Verwaltung und den Versand von Serviceberichten, die Verwaltung von Kundenstammdaten, Berichtsvorlagen und Teammitgliedern sowie die Erstellung und den Versand von Berichten als PDF.
3.2 Der konkrete Funktionsumfang richtet sich nach dem jeweils vom Kunden gebuchten Plan (Free, Starter, Pro, Business). Die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses verfügbaren Funktionen und ihre Zuordnung zu den Plänen sind auf der Preisseite unter fieldo.de/preise beschrieben. Bei Widersprüchen zwischen der Preisseite und diesen AGB geht die Preisseite für den konkreten Funktionsumfang vor.
3.3 Die Plattform wird ausschließlich als Online-Dienst bereitgestellt; eine Installation auf Geräten des Kunden ist nicht erforderlich. Soweit auf der Preisseite nicht ausdrücklich ausgewiesen, setzt die Nutzung eine aktive Internetverbindung voraus.
3.4 Einzelne auf der Preisseite als „demnächst” gekennzeichnete Funktionen sind noch nicht verfügbar und begründen keinen Leistungsanspruch.
§ 4 Testphase
4.1 Neu registrierte Konten erhalten automatisch eine kostenlose Testphase von 14 Tagen, in der erweiterte Plattformfunktionen genutzt werden können.
4.2 Nach Ablauf der Testphase wechselt das Konto automatisch in den kostenfreien Free-Plan, sofern kein kostenpflichtiges Abonnement abgeschlossen wurde. Es entstehen ohne ausdrückliche Buchung eines kostenpflichtigen Plans keine Kosten.
4.3 Ein Anspruch auf Verlängerung der Testphase besteht nicht.
§ 5 Vergütung und Zahlung
5.1 Die Entgelte für kostenpflichtige Abonnements ergeben sich aus der jeweils aktuellen Preisliste auf fieldo.de/preise. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
5.2 Kostenpflichtige Abonnements werden monatlich oder jährlich im Voraus berechnet. Die Zahlungsabwicklung erfolgt ausschließlich über den Zahlungsdienstleister Stripe.
5.3 Der Kunde ermächtigt den Anbieter, fällige Beträge vom hinterlegten Zahlungsmittel (Kreditkarte oder anderes von Stripe unterstütztes Zahlungsmittel) einzuziehen.
5.4 Bei Zahlungsverzug oder fehlgeschlagener Zahlung ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform vorübergehend einzuschränken oder zu sperren, bis der ausstehende Betrag beglichen ist. Gesetzliche Verzugszinsen bleiben unberührt.
5.5 Rechnungen werden elektronisch über Stripe bereitgestellt und sind im Kundenportal abrufbar.
5.6 Preisänderungen werden dem Kunden mit einer Ankündigungsfrist von mindestens 30 Tagen vor Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die geänderten Preise ab dem nächsten Abrechnungszeitraum als akzeptiert.
§ 6 Laufzeit und Kündigung
6.1 Das Vertragsverhältnis im Free-Plan ist unbefristet und endet durch Löschung des Kontos.
6.2 Monatliche Abonnements können jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats gekündigt werden. Jährliche Abonnements können zum Ende des jeweils laufenden Abonnementjahres gekündigt werden. Es besteht keine Mindestlaufzeit.
6.3 Die Kündigung erfolgt eigenständig durch den Kunden über das Kundenportal (Stripe Billing Portal), das über die Einstellungen der Anwendung erreichbar ist.
6.4 Nach Kündigung eines kostenpflichtigen Abonnements wird das Konto zum Ende des bezahlten Zeitraums automatisch auf den Free-Plan zurückgestuft. Bestehende Daten bleiben dabei grundsätzlich erhalten.
6.5 Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund für den Anbieter liegt insbesondere vor, wenn der Kunde schwerwiegend gegen diese AGB verstößt, die Plattform für rechtswidrige Zwecke einsetzt oder trotz Mahnung mit der Zahlung in Verzug bleibt.
6.6 Auf Wunsch des Kunden werden nach Beendigung des Vertrags alle personenbezogenen Daten des Kunden und seiner Nutzer gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Näheres regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag (§ 10).
§ 7 Nutzungsrechte
7.1 Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertragsverhältnisses ein einfaches, nicht-ausschließliches, nicht-übertragbares Recht zur Nutzung der Plattform im Rahmen dieser AGB ein.
7.2 Das Nutzungsrecht berechtigt den Kunden ausschließlich zur Nutzung für eigene betriebliche Zwecke. Eine entgeltliche oder unentgeltliche Weitergabe des Zugangs an Dritte außerhalb des Kundenteams ist unzulässig.
7.3 Reverse Engineering, Dekompilierung, Disassemblierung oder sonstige technische Analyse der Plattform sind nicht gestattet.
§ 8 Pflichten des Kunden
8.1 Der Kunde ist für die Richtigkeit und Rechtmäßigkeit der von ihm oder seinen Nutzern eingegebenen Daten verantwortlich.
8.2 Der Kunde stellt sicher, dass alle über die Plattform verarbeiteten personenbezogenen Daten Dritter (insbesondere Daten der eigenen Kunden) nur auf Grundlage einer gültigen datenschutzrechtlichen Rechtsgrundlage verarbeitet werden. Der Anbieter handelt insoweit als Auftragsverarbeiter gemäß Art. 28 DSGVO; Näheres regelt der Auftragsverarbeitungsvertrag (§ 10 und fieldo.de/avv).
8.3 Der Kunde ist verpflichtet, Zugangsdaten sorgfältig zu verwahren und vertraulich zu behandeln. Bei Anhaltspunkten für eine unbefugte Nutzung ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
8.4 Die Nutzung der Plattform zur Verbreitung rechtswidriger, beleidigender oder persönlichkeitsrechtsverletzender Inhalte, zur Durchführung von Cyberangriffen oder zur Umgehung technischer Schutzmaßnahmen ist untersagt.
8.5 Der Kunde ist für die Durchführung eigener Datensicherungen verantwortlich. Die Plattform bietet keinen Ersatz für kundenspezifische Backup-Maßnahmen.
§ 9 Verfügbarkeit
9.1 Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit der Plattform, übernimmt jedoch keine Garantie für eine ununterbrochene Verfügbarkeit. Geplante Wartungsarbeiten werden, soweit möglich, vorab angekündigt.
9.2 Störungen, die außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters liegen (insbesondere höhere Gewalt, Ausfälle von Drittdiensten wie Cloudflare, Stripe oder Clerk), begründen keine Haftung des Anbieters.
§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung
10.1 Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden zur Vertragserfüllung gemäß der Datenschutzerklärung unter fieldo.de/datenschutz.
10.2 Soweit der Kunde über die Plattform personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, handelt der Anbieter als Auftragsverarbeiter im Sinne des Art. 28 DSGVO. Der hierfür erforderliche Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist unter fieldo.de/avv abrufbar. Der AVV wird mit Abschluss eines kostenpflichtigen Abonnements Bestandteil des Vertragsverhältnisses; Kunden im Free-Plan können den AVV ebenfalls nutzen, indem sie ihn abrufen und akzeptieren.
10.3 Der Kunde versichert, dass er zur Verarbeitung der eingegebenen Daten Dritter berechtigt ist und die erforderlichen Rechtsgrundlagen vorliegen.
§ 11 Haftung
11.1 Der Anbieter haftet uneingeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für Schäden, die auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit des Anbieters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen.
11.2 Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht), d. h. einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertraut. In diesen Fällen ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.
11.3 Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Dies gilt insbesondere für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverluste, die entstehen, weil der Kunde keine eigenen Datensicherungen vorgenommen hat.
11.4 Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters. Zwingende gesetzliche Haftungsregelungen bleiben unberührt.
§ 12 Änderungen der AGB und des Dienstes
12.1 Der Anbieter ist berechtigt, diese AGB mit einer Vorlaufzeit von mindestens 30 Tagen vor Inkrafttreten zu ändern. Änderungen werden dem Kunden per E-Mail an die hinterlegte Adresse und/oder durch einen gut sichtbaren Hinweis in der Anwendung mitgeteilt.
12.2 Widerspricht der Kunde den geänderten AGB nicht innerhalb von 30 Tagen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als akzeptiert. Der Anbieter wird in der Änderungsmitteilung gesondert auf dieses Widerspruchsrecht und die Konsequenzen der Untätigkeit hinweisen. Beim fristgerechten Widerspruch ist der Anbieter berechtigt, das Vertragsverhältnis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderungen zu beenden.
12.3 Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang der Plattform fortzuentwickeln, neue Funktionen hinzuzufügen sowie bestehende Funktionen zu ändern oder einzustellen. Wesentliche Einschränkungen des vertraglich vereinbarten Funktionsumfangs werden dem Kunden mit angemessener Vorlaufzeit mitgeteilt.
§ 13 Schlussbestimmungen
13.1 Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).
13.2 Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Offenburg.
13.3 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies nicht die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen. An die Stelle der unwirksamen Regelung tritt die gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
13.4 Eine Aufrechnung durch den Kunden ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenforderungen zulässig.
13.5 Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.